FFWGK - Regelwerk 
(Ausgabe 2018)

PPC 1500 - Sportordnung
(Ausgabe 2017)

PP1 Magnum u. Super-Magnum
(Auszug aus dt. Regelwerk)

 

 

PPC 1500 - was ist PPC 1500?

Mit einer Kurzwaffe immer das Zentrum einer Scheibe zu treffen, gelingt jedem Sportschützen mehr oder weniger gut. Bei der Precision Pistol Competition (PPC) kommen aber noch weitere Faktoren hinzu, die zu einem sehr abwechslungsreichen Ablauf führen.

Kurzbeschreibung PPC 1500

Schussanzahl, Sportgerät/Waffe:
150 Schuss im Hauptwettkampf (main match), beliebige/r Großkaliberpistole oder –revolver mit max. 6“ Lauflänge, Kaliber > .32, keine Magnum-Munition. Side-Matches (Nebenwettkämpfe) bestehen aus Teilübungen des Main-Match zu 60 oder 48 Schuss, mit verschiedenen Waffenkategorien, und 40 Schuss mit Standard Revolver 2,75“ 5-shot. Revolver müssen double action geschossen werden, nur auf 50 yards/Meter ist single action erlaubt.

Schuss-Distanzen:
7, 15, 25, 50 yards oder Meter (nach Standgegebenheit).
3 yards/Meter in 48-Schuss-Matches.

Anschlag-Techniken:
stehend frei, hinter Barrikade stehend angestrichen mit rechter oder linker Hand, kniend, sitzend, liegend.
Einhändig und kniend angestrichen hinter Barrikade in 48/40-Matches.


Zeitlimits:
20, 35, 190 und 265 Sekunden.
8 Sekunden in 48/40 Schuss-Matches.

Startposition, Laden, Nachladen:
stehend, geladene (unterladene) Waffe im Holster, benötigte Munition in Magazinen/Speedloadern zu je 6 Schuss am Körper. Das Laden erfolgt nur nach Kommando des Range-Officers, das Nachladen i.d.R. ohne Kommando und zählt zur vorgegeben Zeit.


Scheibenwechsel und -auswertung:
Im Regelfall wechseln die Schützen ihre Scheiben selbst und werten die Scheiben des/der rechten Standnachbar/in aus.


Das PPC-1500-Schießen ist variationsreich hinsichtlich Anschlagtechniken, Schussdistanzen und Zeitlimits, und damit nicht so statisch wie die klassischen Präzisionsdisziplinen - aufgrund der vorgegebenen Programme jedoch auch nicht so dynamisch und unerbittlich schnell wie der IPSC-Schießsport.  

Bei Großveranstaltungen werden je nach Kapazitäten mehrere, bei einer Weltmeisterschaft alle Haupt- und Nebenwettkämpfe angeboten, sodass ambitionierte PPC-Schützen mit der entsprechenden Ausrüstung mehr als 700 Schuss abgeben – Probeschüsse in Warm-Ups und eventuelle Trainingseinheiten sind hier nicht eingerechnet!

Aktive Wettkampfschützen werden nach ihren erreichten Ringzahlen in den Main-Matches Pistole und Revolver in Leistungsklassen eingestuft (Marksman, Sharpshooter, Expert, Master und Highmaster). In klassifiziert gewerteten Wettkämpen hat somit jeder Schütze/jede Schützin eine realistische Chance auf einen Sieg in seiner/ihrer Klasse.

Die im November 2000 gegründete World Association PPC (WA 1500) führt analog zu diesem Klassifikationssystem Ranglisten, in die alle anerkannten Hauptwettkampf-Ergebnisse der Bewerbs-Teilnehmer einfließen. Klassifikationen, Ergebnisse und Ranglisten sind abrufbar unter www.wa1500.org.

Die Registrierungsgebühr pro Ergebnis wird in Österreich für Wettkampfschützen vom Verband für Sportliches Großkaliberschießen Österreich (VSGÖ) - als nationale Organisation der PPC-Schützen in Österreich -  an die WA 1500 geleistet.

Im ÖSB sind der Bundessportleiter und die jeweiligen Landessportleiter Sportliches Großkaliber Pistole (SGKP) Ansprechpartner für die schießsportliche Disziplin PPC1500.

(Fotos: Copyright by Julian Haas / team-mitteldeutschland.info)

Nikolaus Blamauer

ASKÖ Bad Goisern
OÖ Landesmeister 2017
Luftgewehr - Männer